Die Behandlung nach Bobath


Das Bobath-Konzept ist eine Therapie auf neurophysiologischer Grundlage unter Einbeziehung des Patienten in seiner ganzen Persönlichkeit.

Es ist ein weltweit verbreitetes, bewährtes Behandlungskonzept für Menschen mit einer sensomotorischen Beeinträchtigung aufgrund von einer neurologischen Funktionsstörung.

In der Physiotherapie liegen die Schwerpunkte in der Optimierung und Differenzierung der Bewegungsentwicklung, Bewegungserfahrung und des Bewegungsverhaltens.    

 

 

Das Konzept basiert auf der normalen Entwicklung des Säuglings und des Kleinkindes. Mit Unterstützung durch den Bobath-Therapeuten lernt das Kind die natürlichen Bewegungsabläufe kennen und übt diese, um sie später selbstständig durchzuführen.

Hierfür initiiert der Therapeut Rotationsbewegungen an sogenannten Schlüsselpunkten, um bestimmte Bewegungen auszulösen.

Durch die Therapie soll die Muskelspannung des Kindes möglichst normalisiert werden und Bewegungsabläufe werden angebahnt.

  


 

Die Behandlung wird in die handlungsorientierte Bewegungsentwicklung integriert, das Kind wird spielerisch gefördert. Sie findet auf dem Schoß, auf dem Behandlungstisch, dem Boden oder dem Gymnastikball statt.

Die Behandlung nach Bobath ist für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen aller Art geeignet. 

 


Die Anleitung der Eltern ist ein sehr wichtiger Aspekt der Bobath-Therapie. Die Eltern lernen wie sie ihr Kind entwicklungsgerecht im Alltag sensomotorisch begleiten um Bewegungsabläufe zu fördern.

Ziele der Bobath-Therapie sind die größtmögliche Selbstständigkeit, eine Erweiterung der Handlungskompetenz und die Differenzierung funktioneller Fähigkeiten. Physiologische Bewegungsabläufe sollen erlernt und Entwicklungsrückstände sollen aufgeholt werden.